Skip to content Skip to footer
Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Deutsch-Deutsches im Spiegel der Karikatur

13 November - 4 Dezember

Deutschland/Deutschland

Fast sechs Jahrzehnte nach dem Bau der Berliner Mauer (1961) und 30 Jahre nach ihrem Fall erinnern wir an die staatliche Teilung, die vierzigjährige Trennung (1949-1990) und schließlich an die Wiedervereinigung Deutschlands mit der Distanz zum zeitgeschichtlichen Geschehen – auch wenn die „blühenden Landschaften“ (Helmut Kohl) mancherorts zwischen Rügen und Rennsteig noch immer auf sich warten las sen und wenn in den Köpfen von manchen Deutschen immer noch nicht „zusammen(ge)wachsen (ist), was zusammen gehört“ (Willy Brandt).

Wir erinnern an die 40 Jahre, in denen es eine deutsch-deutsche Geschichte gab, mittels des Mediums der Karikatur. Diese setzt anstelle der nüchternen Dokumentation spöttische Ironie und bissige Satire mit dem Weichzeichner der Kunst. Karikaturen sind gezeichnete Kurzkommentare und bringen treffsicher auf den Punkt, was mancher Leitartikel nicht schafft. „Optisches Juckpulver“ nennt sie der Wiener Künstler Gustav Peichl (Ironimus).

Karikaturen sind ein Spiegel für Meinungs- und Pressefreiheit. Kein Wunder, dass sich die Karikaturisten unter Ulbricht und Honecker schwertaten. Die SED-Granden durften von ihnen nicht ins karikierende Bild gesetzt werden. Selbst Franz-Josef Strauß – von den DDR-Medien gehasst und verhöhnt – durfte, nachdem er einen Milliardenkredit für die DDR eingefädelt hatte, von den DDR-Zeichnern nicht mehr aufs Korn genommen werden. Erst nach 1989 konnte sich die Karikatur auch auf dem Boden der ehemaligen DDR in einer nun freien Presse frei entfalten.

Die Ausstellung „Deutschland/Deutschland“ ist eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte deutscher Teilung und schließt das mühsame Zusammenwach sen beider Deutschlands nach der wiedererlangten staatlichen Einheit ein. Die Bilder, die immer wieder zum Schmunzeln anregen, lassen Konrad Adenauer und Walter Ulbricht, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Erich Honecker wieder auferstehen. Sie streifen eine schwierige, leidvolle, oft auch groteske Zeitgeschichte – ironisch, satirisch, gnadenlos, pointiert aber auch humorig.

Helmut Schmidt
Kurator der Ausstellung

Details

Beginn:
13 November
Ende:
4 Dezember
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Galerie Forum K